Der Streisand Effekt: Was ist das? Und wie lässt er sich verhindern?

Streisand Effekt - Definition und vermeiden

Bestimmt haben Sie auch schon einmal vom sogenannten Streisand Effekt gehört – doch was ist das eigentlich? Und warum kann der Streisand Effekt Ihrem Unternehmen schaden?

Definition: Der Streisand Effekt – kurz erklärt

Wenn durch den Versuch, eine bestimmte Information zu unterdrücken, exakt das Gegenteil erzielt wird – und die Öffentlichkeit so erst auf diese Information aufmerksam wird – dann bezeichnet man dieses Phänomen als Streisand Effekt.

Die Funktionsweise des Streisand Effekts

Wie funktioniert der Streisand Effekt? Ganz einfach: Nichts ist spannender als ein Geheimnis! Wenn Menschen krampfhaft versuchen, eine Information für sich zu behalten – dann wird dieses Geheimnis erst recht spannend. Die Neugier wird geweckt und plötzlich möchte man unbedingt wissen, was hinter diesem Geheimnis steckt. Das ist das Phänomen der umgekehrten Psychologie. Und wenn diese Information dann (beispielsweise durch das Internet) rasend schnell verbreitet wird – dann entsteht der Streisand Effekt.

Hintergrund: Der Ursprung des Streisand Effekts

Der Streisand Effekt verdankt seinen Namen der amerikanischen Sängerin, Schauspielerin und Regisseurin Barbra Streisand. Im Jahr 2003 veröffentlichte ein Fotograf eine Sammlung von 12.000 Fotos der kalifornischen Küste. Darunter auch eine Luftaufnahme, die das Domizil der Prominenten zeigte. Barbra Streisand verklagte den Fotograf darauf hin auf 50.000 Millionen US Dollar – und verursachte damit einen medialen Hype. Durch ihr juristisches Vorgehen gegen den Fotografen wurde die Öffentlichkeit erst auf die Aufnahmen aufmerksam – und das Foto ihres Anwesens verbreitete sich plötzlich unkontrollierbar im Internet. Somit hat sie genau das erreicht, was sie eigentlich auf keinen Fall wollte: Die Öffentlichkeit hatte plötzlich großes Interesse an diesen Fotos – und sie wurden unzählige Male angeklickt, gesehen und verbreitet.

Prominente Beispiele: Der Streisand Effekt in der Praxis

Neben Barbra Streisand & ihrer Villa gibt es noch zahlreiche weitere Beispiele für den Streisand Effekt, zum Beispiel folgende:

1. Atze Schröder & der Weser-Kurier: Im Jahr 2006 ging der deutsche Comedian Atze Schröder gegen den Weser-Kurier vor. Der Grund? Der Weser-Kurier nannte in einem Artikel den echten Namen des Komikers. Nur, dass sich kaum jemand für den Artikel und damit auch den echten Namen Schröders interessierte. Durch das gerichtliche Vorgehen und den Prozess wurde die Öffentlichkeit aber neugierig – und der Klarname Schröders verbreitete sich rasend schnell.

2. „Die Zerstörung der CDU”: Der Youtuber Rezo veröffentlichte im Jahr 2019 ein Video mit dem Titel „Die Zerstörung der CDU”. In diesem erklärte er fast eine Stunde lang, welche politischen Verfehlungen die CDU seiner Meinung nach zu verantworten hätte. Zahlreiche CDU-Politiker kritisierten daraufhin das Video – und verschafften ihm damit zusätzliche Aufmerksamkeit.

3. Bettina Wulff & Google: Bettina Wulff, die getrennt-lebende Ehefrau von Ex-Bundespräsident Christian Wulff erhob im Jahr 2012 eine Unterlassungsklage gegen Google: Sie wollte verhindern, dass ihr Name im Google-Sucheingabefeld mittels Autocomplete mit Begriffen wie „Escort” oder „Rotlichtmilieu” ergänzt wird. Vorangegangen waren Gerüchte, nach denen Bettina Wulff früher als Model im Rotlichtmilieu gearbeitet haben soll. Durch ihre Klage wurde die Öffentlichkeit aber erst recht auf dieses Gerücht aufmerksam – und plötzlich las man in allen Medien von Bettina Wulff und ihrer Rotlicht-Vergangenheit.

Streisand Effekt vermeiden – mit Online Reputationsmanagement

Wie gefährlich ist der Streisand Effekt für Unternehmen? Und was können Firmen unternehmen, um den Streisand Effekt zu vermeiden?

Informationen im Internet können sich rasend schnell verbreiten – das ist kein Geheimnis. Für Unternehmer kann das zum Problem werden, wenn unangenehme Informationen an die Öffentlichkeit gelangen. Solche kritischen Informationen können zum Beispiel negative Bewertungen und Kommentare von Internetnutzern sein, mit denen der Ruf des Unternehmens geschädigt werden kann. Und der Ruf eines Unternehmens ist ein wichtiger Faktor für dessen wirtschaftlichen Erfolgs! So orientieren sich mehr als 2/3 aller Käufer an Online-Bewertungen, bevor sie einen Kauf tätigen oder eine Dienstleistung in Auftrag geben. Umso wichtiger ist es, dass hier schon eingegriffen wird, bevor sich negative Bewertungen und Informationen im Internet verbreiten. Mit unserer ORM Monitoring Software beobachten und überwachen wir den Online-Ruf Ihres Unternehmens ständig – und können so schnell und gezielt reagieren. So vermeiden Sie die Verbreitung unangenehmer Informationen, schlechter Bewertungen – und sorgen für ein positives Image Ihres Unternehmens.

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